Engagement darf nicht zerrieben werden

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„Es wäre sinnvoll gewesen, wenn beide Vorlagen gleichzeitig zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegen hätten.“, kritisieren die Genossen die Vorgehensweise des Baudezernenten Kreß, der über den Bebauungsplan für den Greifvogelpark abstimmen lasse, ohne die Vorlage für den Freiraumpark für Jugendliche mitzuliefern. Die Fraktion habe jedoch mehrheitlich Verständnis für den Wunsch der Greifvogelfreunde, endlich mit dem Aufstellen der Volieren beginnen zu dürfen, da ab März die Rodung der Schwarzdornfläche nach Ende Februar nicht erlaubt ist.
Es stelle sich allerdings die Frage, weshalb Magistrat und Verwaltung dem Jugendbeirat nicht rechtzeitig die nötige Unterstützung geboten hat, um eine zeitgleiche Beratung der Planungen zu gewährleisten. Laut Bürgermeister Kreß sollen die Vorstellungen der Jugendlichen zwar in Kürze präsentiert werden können. Der anschließende Prozess der Beratungen werde allerdings einige Zeit beanspruchen, weswegen mit der Realisierung eines Freiraumparks für Jugendliche erst im nächsten Jahr zu rechnen sei, schätzt die Fraktion. Zudem könnten die Wünsche des Jugendbeirat durch geschaffene Fakten Einschränkungen erleiden.
„Die Verwaltung hatte ausreichend Zeit und Gelegenheit, den Jugendlichen bei ihrer Arbeit unter die Arme zu greifen.“, bemängelt die Fraktion den mangelnden Enthusiasmus des Magistrats in dieser Angelegenheit. Zwar werde die Arbeit des Jugendbeirats durch einen Mitarbeiter des Jugendhauses begleitet. Dieser sei eine versierte Kraft in Sachen Jugendarbeit, allerdings kein ausgewiesener Planer. Der Verlauf der gescheiterten Initiative des Jugendbeirats für eine Skater-Anlage und die bisherigen Debatten um die Planungen im Goldsteinpark hätten beiden Dezernenten eine Mahnung sein müssen, die aktuellen Wünsche des Jugendbeirats aufmerksamer und intensiver zu begleiten. „Wieso sich die zwei verantwortlichen Hauptamtlichen Kreß und Krank sich hier nicht rechtzeitig abgestimmt und die Jugendlichen ausreichend unterstützt haben, ist für uns unverständlich.“, befürchten die Sozialdemokraten Reibungsverluste im sonst einträchtig in die Kamera lächelnden Duo.
Im Grunde verdiene die Nachlässigkeit der Dezernenten die Ablehnung der Vorlage, ist sich die SPD Fraktion einig. Die Leidtragenden wären jedoch die Greifvogelfreunde, die bereits seit über 10 Jahren die Debatten geduldig verfolgen und auf eine Realisierung warten. Die Abwägungen und Stellungnahmen zum Projekt lassen die Umsetzung eines Greifvogelparks zu. Die Fraktion wolle deswegen dem Anliegen nicht im Wege stehen.