Pressemitteilung:
Bad Nauheim, 28. September 2010
LGS Nachnutzung
UWG zelebriert Nibelungentreue
Reaktionen im Magistrat und im Stadtparlament verständlich und nachvollziehbar
Dass Christian Weisse sich als Vorsitzender der UWG wieder einmal vor den Bürgermeister stellt ist wenig überraschend. Bedauerlich ist, dass er sich dabei hinreißen lässt, letztlich dem Parlament und dem Magistrat in ihren Mehrheiten ein „Armutszeugnis“ auszustellen.
Die Kritik an der Vorgehensweise des Bürgermeisters in Sachen „LGS Nachnutzung“ ist vollkommen berechtigt. Denn, wie auch Weisse bestätigt, lag ein Konzept zur Nachnutzung ja im Grunde bereits vor. Ein abgestimmtes Konzept, dessen Kosten weitest gehend bekannt und in den Haushaltsplänen Berücksichtigung finden. Dennoch machte sich der Bürgermeister auf eigene Faust auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Nachnutzung, wie nun auch Weisse einräumt „...über die Beschlusslage hinaus.(Zitat
WZ vom 28.09.2010)“. Wie auch Weisse bestätigt, gehört es zur politischen Entscheidungsfindung, dass der Bürgermeister „...seine Vorstellungen sowie deren nachhaltige Finanzierung einschließlich entsprechender Deckungsvorschläge in den zuständigen Gremien zu präsentieren...(Zitat WZ vom 28.09.2010)“ hat. Hier fängt die berechtigte Kritik am Bürgermeister an.
Der Bürgermeister zog es vor, sich mit Ideen - wie zum Beispiel dem Erhalt des Kurparkzaunes - eben nicht an die Gremien, sondern an Presse und Öffentlichkeit zu wenden. Eiskalt opfert der Bürgermeister demokratische Gepflogenheiten und missachtet parlamentarische Beratungsprozesse. Die Reaktionen im Magistrat und im Stadtparlament sind durchaus verständlich und nachvollziehbar.
Die Vorgehensweise des Bürgermeisters schürt in der Bevölkerung zum einen Erwartungen, deren Finanzierung nicht gesichert sind. Und zum anderen schürt es Ängste als auch Unmut. Er spaltet, statt zu einen.
Was schadet nun dem Image Bad Nauheims mehr: Die berechtigte Kritik am Bürgermeister oder der Bürgermeister selbst? Es würde dem UWG Vorsitzenden gut anstehen, sich von der Nibelungentreue zum Bürgermeister endlich zu lösen.