Pressemitteilung:
Bad Nauheim, 30. Mai 2010
Sprudelhof
Nicht auf die Lange Bank schieben
SPD fordert Kartmann und Witzel zum Handeln auf
Die SPD Bad Nauheim fordert den Vorsitzenden des Kuratoriums Sprudelhof, Norbert Kartmann, und seinen Stellvertreter, Bernd Witzel, auf, umgehend eine Sitzung des Kuratoriums einzuberufen.
Nach vorliegenden Erkenntnissen lag bereits Ende des vergangenen Jahres ein Entwurf des Markterkundungsverfahren zum Sprudelhof vor. Dennoch hat das Kuratorium darüber in diesem Jahr noch nicht beraten – seine Mitglieder wurden mit Verweis auf die finale Fassung vertröstet. Seit mehreren Monaten herrscht Funkstille. Zum Teil wurden anberaumte Sitzungen auch des Stiftungsbeirats kurzfristig abgesagt. Mehrere mündliche Nachfragen des Kuratoriumsmitglieds Dr. Helmut Francke nach einem Termin blieben ohne konkretes Ergebnis – letzte vage Terminaussage ist jetzt Ende Juni.
Diese Situation ist nach Ansicht des SPD-Vorsitzenden Gernot Sattler weder nachvollziehbar, noch akzeptabel.
Die bisher durchgesickerten Informationen bzgl. der Studienergebnisse würden es eigentlich erlauben, die Diskussion über die Nutzung über Teile des Sprudelhofs endlich aufzunehmen. Der Plan, auf dem Parkdeck ein Hotel zu bauen, wird demnach nicht befürwortet. Das bietet die Möglichkeit, für den westlichen Teil des Sprudelhofs Nutzungen zu definieren und ihn entsprechend zu beplanen. Dies wird allerdings blockiert, solange das Kuratorium keine Entscheidungen trifft, so Sattler.
Damit wird die Chance, jetzt endlich Bewegung in die Sanierung des Sprudelhofs zu bringen, vertan. Die gut ausgearbeitete Vorlage der Koordinierungsgruppe Sprudelhof böte dazu interessante Anregungen, die durchaus Teil der anzustellenden Überlegungen sein könnten. Doch um darüber beraten zu können, muss das Kuratorium und auch der Beirat der Stiftung zusammenkommen.
Die SPD Bad Nauheim erstaunt es ebenso, dass die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens anscheinend nur einzelnen Mitgliedern des Kuratoriums verfügbar sind. Dies entspricht nicht den Vorstellungen der SPD von einer transparenten Beratungskultur und der notwendigen - als auch sonst üblichen - Gleichberechtigung unter den Kuratoriumsmitgliedern.