Pressemitteilung:
Bad Nauheim, 08. Mai 2010
Gesundheitswesen
Kopfpauschale gefährdet auch Gesundheitsstadt Bad Nauheim
Im Ansinnen der schwarz-gelben Bundesregierung, das Gesundheitswesen mit dem System der Kopfpauschale reformieren zu wollen, sieht die SPD Bad Nauheim nicht nur einen Angriff auf unser solidarisches Gesundheitswesen, sondern auch eine Gefahr für Bad Nauheim als Gesundheitsstadt. Sie lädt deshalb alle Bad Nauheimer Bürgerinnen und Bürger ein, die Aktion „Nein zur Kopfpauschale – Ja zu einer guten Gesundheitsversorgung für alle“ zu unterstützen. Auf der Internetseite www.nein-zur-kopfpauschale.de besteht die Möglichkeit, sich als Unterstützer der Kampagne einzutragen.Für Bad Nauheim als Gesundheitsstadt ist das Gesundheitswesen nach wie vor eine der tragenden Säulen. Es besteht deshalb berechtigter Anlass zur Befürchtung, dass durch die Kopfpauschale auch letztendlich die Zahl der Kur- bzw. Rehapatienten sinkt. Dadurch wären nicht nur die Kliniken betroffen, sondern auch die heimische Hotellerie und der ohnehin arg gebeutelte Einzelhandel in der Innenstadt.
Laut dem Institut TMS Infratest findet die Kopfpauschale selbst bei CDU als auch bei FDP Wählern kaum Anklang. Weniger als ein Drittel der Befragten CDU bzw. FDP Wähler sprechen sich demnach für die Kopfpauschale aus. Dreiviertel aller Befragten favorisieren den SPD Vorschlag einer Bürgerversicherung, wonach alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur Finanzierung unseres Gesundheitswesens beitragen sollen. Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen unterstreichen dies.
Mit der Diskussion um die Kopfpauschale wird allerdings ein Problem des Bad Nauheimer Wirtschaftsportfolios besonders deutlich. Durch die Fokussierung unserer Wirtschaftsförderung auf das Segment Gesundheit droht Bad Nauheim, sich in eine allzu starke Abhängigkeit von diesem Bereich zu begeben. Es stellt sich deshalb die Frage, ob und wie sich Bad Nauheim auf Engpässe und Krisen im Gesundheitswesen vorbereitet hat. Die SPD Bad Nauheim sieht es deshalb als dringend erforderlich, dass rechtzeitig in ein ausgewogenes Wirtschaftsportfolio eingeschwenkt wird.




