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SPD Gesprächskreis gegen Rechtsextremismus


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Pressemitteilung:

Bad Nauheim, 09. März 2010
Bahnhof

Stadt muss aktiver werden

Fraktion im Bahnhof
SPD Fraktion und Stadträte im Bahnhof mit Gustav Jung
„Procom hat mir sein Wort gegeben“, waren die Worte des Bürgermeisters im Parlament, als bereits vor etlichen Monaten die SPD im Parlament in Sachen Bahnhof nachfragte. Nicht nur der SPD Ortsverein und die Fraktion ärgern sich über die Impertinenz, mit der die Eigentümerin des Bahnhofs Hamburger Procom Invest GmbH & Co KG ihren Wortbruch auch noch vor sich her trägt. Auch die Bevölkerung – nicht zuletzt die vielen Pendler – äußern sich mittlerer Weile nicht nur mit einem Kopfschütteln. Doch die Kritik und der Unmut scheinen an der windschnittigen Immobilienfirma offenbar spurlos vorbei zu gleiten.

Dreist wird auf die Sanierung der Fassade verwiesen, so als ob die Bad Nauheimer Bürgerinnen und Bürger bitte schön doch froh sein sollten, dass die Firma sich herablasse, überhaupt etwas in den Bahnhof zu investieren. Während sich Bad Nauheim in ihrem Verhalten zu Gunsten Procom sehr entgegen kommend zeigte, bewegt sich Procom wenig und zäh. Auf gut deutsch gesagt: Bad Nauheim kann sich einen ansehnlichen Bahnhof während der Landesgartenschau abschminken.

Doch die SPD ist nicht bereits, dies ohne Weiteres hinzunehmen. Nach den Erkenntnissen der gemeinsamen Ortsbegehung von Vorstand und Fraktion, als auch dem darauf folgenden Rundgang mit dem – eigentlich doch sehr dynamisch wirkenden – Geschäftsführer Procoms, ist zu erwarten, dass Procom aus eigener Motivation heraus die Bahnhofshalle nicht verschönern wird.

So muss wohl oder übel doch die Stadt wieder einmal aktiv werden und den Investor mit eigenen Möglichkeiten locken und zum Handeln animieren. Wer Bad Nauheim in diese peinliche Situation geführt hat, ist bekannt und wird durch die Fraktion im parlamentarischen Umfeld entsprechend thematisiert werden.

Doch zuerst muss nun dringend die Schande der Bahnhofshalle endlich angegangen werden. So wird Bad Nauheim nichts anderes übrig bleiben, nach Möglichkeiten zu suchen, die Scham durch kostengünstige Maßnahmen wenigstens zu verdecken. Keinesfalls darf dies allerdings in Maßnahmen münden, die den Eigentümer von seinen Zusagen befreit.

Der Vorstand des Ortsvereins begrüßt deswegen die Initiative der Fraktion, in die nächste Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag einzubringen. Nach diesem soll der Magistrat beauftragt werden, mit dem Eigentümer des Bahnhofgebäudes dringend Verschönerungsmaßnahmen der Wartehalle abzustimmen. Unter anderem ist hierbei dringend anzuregen, in der Wartehalle Sitzmöglichkeiten aufzustellen. Ungenutzte städtische Elemente können zur Verschönerung als Leihgabe angeboten werden.

Auf diese Weise hat Bad Nauheim vielleicht noch eine kleine Chance, sich seinen Gästen und den Gästen der Landesgartenschau nicht im denkbar ungünstigsten Licht zu präsentieren.

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